Zweimal verpasste die Schweizer Freeskierin Giulia Tanno Olympia wegen Verletzungen – nun ist sie fit und bereit für ihren grossen Moment.
«Es fühlt sich immer noch unwirklich an, wie ein Albtraum.» Das waren die Worte Giulia Tannos auf Social Media, als sie ihre zweiten Olympischen Spiele in Folge verpasste. Ein Schock! Kreuzbandriss war die Diagnose, lediglich einen Monat vor Olympia 2022 in Peking. Das Aus war tragisch und doch passte es irgendwie in die Leidensgeschichte der so talentierten Schweizer Freeskierin.
Seit ihrem Weltcup-Einstand vor etwa mehr als zehn Jahren ist die Bündnerin Stammgast im Operationssaal. Schlüsselbein, Meniskus, Syndesmose im Sprunggelenk, dazu Brüche am Oberarm und Schulterblatt – und das Kreuzband: Das ist nur ein Ausschnitt aus einer Verletzungsserie, die sich über die vergangenen Jahre zieht. Insgesamt hat sie in diesem Zeitraum bereits neun ernsthafte Blessuren weggesteckt.
Dem «Tages-Anzeiger» sagte sie angesprochen darauf einmal: «Als eine Verletzung nach der anderen kam, gab es schon Momente, in denen ich mich hinterfragt habe, weshalb ich das hier mache.» Verständlich. Jetzt ist sie aber fit. Und die junge Frau aus der Lenzerheide will an Olympia reüssieren. Sie will an ihren ersten Olympischen Spielen für Furore sorgen. Mit 27 Jahren.
Auf Frage von 20 Minuten sagt sie, dass die Vorfreude sehr gross sei. «Es ist natürlich mega cool, dass die Spiele so nah von zu Hause sind. Dass Leute von zu Hause auch die Möglichkeit haben, zu schauen», sagt sie. «Ich freue mich auf diese Erfahrung.» Nervös ist Tanno nicht. Sie weiss, dass sie Menschen hat, die für sie da sind. Ihre guten Freundinnen und erfahrene Olympionikinnen Sarah Höfflin und Mathilde Gremaud zum Beispiel. «Ich bin sehr gut aufgehoben.»
Und auch wenn sie die letzten beiden Olympischen Spiele wegen Verletzungen kurz vor den Spielen verpasste, weniger Risiko nahm sie nun aber nicht in den Wochen vor Olympia 2026. Tanno erklärt, dass sie in den letzten Jahren extrem viel gelernt habe und sie mental momentan an einem sehr guten Ort sei. «Ich versuche mich extrem zu schützen», sagt sie, «dass ich genau das mache, was ich momentan brauche – was mir gut tut – und alles andere muss warten.»
Tanno setzt also klare Grenzen. Sie stellt sich Fragen: Was tut mir gut? Was hilft mir mental – und was nicht? Sie sagt: «Ich arbeite seit drei Jahren intensiv mit einer Mentaltrainerin, also einer Sportpsychologin. Wir machen verschiedene Sitzungen, je nachdem, was es braucht.» Manchmal seien diese direkt vor dem Wettkampf, manchmal vor oder nach dem Training.
«Ich bin da recht gut unterstützt», sagt die 27-Jährige und erklärt, dass sie einen guten Weg gefunden habe, immer positiv zu bleiben. Tanno lacht, ihre Augen blitzen im Gespräch. Man spürt: Bei ihr stimmt gerade alles. Und diesmal sollen die Olympischen Spiele kein Albtraum mehr sein – sondern der grosse Moment. Ihr grosser Moment.
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
«Es fühlt sich immer noch unwirklich an, wie ein Albtraum.» Das waren die Worte Giulia Tannos auf Social Media, als sie ihre zweiten Olympischen Spiele in Folge verpasste. Ein Schock! Kreuzbandriss war die Diagnose, lediglich einen Monat vor Olympia 2022 in Peking. Das Aus war tragisch und doch passte es irgendwie in die Leidensgeschichte der so talentierten Schweizer Freeskierin.
Seit ihrem Weltcup-Einstand vor etwa mehr als zehn Jahren ist die Bündnerin Stammgast im Operationssaal. Schlüsselbein, Meniskus, Syndesmose im Sprunggelenk, dazu Brüche am Oberarm und Schulterblatt – und das Kreuzband: Das ist nur ein Ausschnitt aus einer Verletzungsserie, die sich über die vergangenen Jahre zieht. Insgesamt hat sie in diesem Zeitraum bereits neun ernsthafte Blessuren weggesteckt.
Dem «Tages-Anzeiger» sagte sie angesprochen darauf einmal: «Als eine Verletzung nach der anderen kam, gab es schon Momente, in denen ich mich hinterfragt habe, weshalb ich das hier mache.» Verständlich. Jetzt ist sie aber fit. Und die junge Frau aus der Lenzerheide will an Olympia reüssieren. Sie will an ihren ersten Olympischen Spielen für Furore sorgen. Mit 27 Jahren.
Auf Frage von 20 Minuten sagt sie, dass die Vorfreude sehr gross sei. «Es ist natürlich mega cool, dass die Spiele so nah von zu Hause sind. Dass Leute von zu Hause auch die Möglichkeit haben, zu schauen», sagt sie. «Ich freue mich auf diese Erfahrung.» Nervös ist Tanno nicht. Sie weiss, dass sie Menschen hat, die für sie da sind. Ihre guten Freundinnen und erfahrene Olympionikinnen Sarah Höfflin und Mathilde Gremaud zum Beispiel. «Ich bin sehr gut aufgehoben.»
Und auch wenn sie die letzten beiden Olympischen Spiele wegen Verletzungen kurz vor den Spielen verpasste, weniger Risiko nahm sie nun aber nicht in den Wochen vor Olympia 2026. Tanno erklärt, dass sie in den letzten Jahren extrem viel gelernt habe und sie mental momentan an einem sehr guten Ort sei. «Ich versuche mich extrem zu schützen», sagt sie, «dass ich genau das mache, was ich momentan brauche – was mir gut tut – und alles andere muss warten.»
Tanno setzt also klare Grenzen. Sie stellt sich Fragen: Was tut mir gut? Was hilft mir mental – und was nicht? Sie sagt: «Ich arbeite seit drei Jahren intensiv mit einer Mentaltrainerin, also einer Sportpsychologin. Wir machen verschiedene Sitzungen, je nachdem, was es braucht.» Manchmal seien diese direkt vor dem Wettkampf, manchmal vor oder nach dem Training.
«Ich bin da recht gut unterstützt», sagt die 27-Jährige und erklärt, dass sie einen guten Weg gefunden habe, immer positiv zu bleiben. Tanno lacht, ihre Augen blitzen im Gespräch. Man spürt: Bei ihr stimmt gerade alles. Und diesmal sollen die Olympischen Spiele kein Albtraum mehr sein – sondern der grosse Moment. Ihr grosser Moment.
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredakteur und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.